Spanien – Frische 24° Celsius für einen Moment

Frische 24° Celsius für einen Moment

Unser Plan ist ja jeweils, frühmorgens loszufahren. Aber so langsam holt uns der spanische Rhythmus ein und wir werden immer später wach. Diesmal erwache ich um 8(!) und wir beginnen zu packen. Kurz vor 9 sind wir schon on the Road, inklusive  Frühstückchen.

Heute ist das Ziel Granada. Aber erst einmal mein persönliches Highlight. Die Fahrt über die Sierra Nevada. Das ist das Gebirge im Süden von Spanien, es beherbergt sogar ein Skigebiet. Das sparen wir uns und fahren durch eine Landschaft, die nicht nur wie gewohnt, rötlichbraun ist sondern vor allem durch ihr grün überrascht. Hier sind die Temperaturen weniger heiss und es gibt auch Flüsse. Die sehen wir zwar nicht, was wir aber sehen, ist das viele grün. Es wachsen Bäume und unendlich viele grüne Sträucher. Überall fahren wir durch Weinberge und freuen uns über die kühlen 24 Grad. Unser höchster Berg ist etwas über 2000 müM (die höchsten sind hier weit über 3000 und beherbergen sogar im Sommer Skipisten).

Weit oben machen wir unsere obligatorische Espressopause und essen dazu Tostados. Das sind geröstete Baguettes mit irgendetwas dauf. Wir nehmen meistens Tomatensalat. Gerd diesmal auch Schinken.

Am liebsten würde ich ewig durch die Sierra Nevada fahren aber irgendwann ist sie dann auch zu Ende und Granada wartet. Von unterwegs buche ich ein Hostel mitten in der Stadt und wir düsen noch durch einen verwunschenen Naturpark, der anfangs noch eine gute Strasse hat. Je weiter wir hineinfahren, desto ruppeliger werden die Strassen. Bis wir dann auf Schotterpiste fahren. Aber auch das meistert Gerd mit seiner wertvollen Schisshasen-Fracht wunderbar. Nach endloser Rumpelei kommen wir vor den Toren von Granada an. Schnell ist unser Hostel gefunden. Welches sich als ein Glücksgriff herausstellt. Ein zuckersüsses und superfreundliches kleines Hostel mitten in der Innenstadt namens El Granado.

Wir machen Siesta und am Abend gehen wir in die Stadt. Wieder wie immer viel zu früh, es ist erst kurz vor 7. Lassen uns treiben und essen in einem veganen Restaurant Köstlichkeiten. Wir schlendern weiter, lassen uns in der Shisha-Gasse benebeln ohne an einer Schisha gezogen zu haben. Wir schauen die unendlich vielen Kleider, Tücher, Stoffe, Gewürze und Tees an. Wir beobachten die Menschen. Wir träumen von unserer Weltreise und machen uns Gedanken, was uns wohl gefallen würde. Töff. Oder doch Wohnmobil. Low-Budget oder eher etwas teurer. Menschen kennenlernen. Die Sprache fehlt uns noch. Wir denken laut nach und ich habe grosse Freude an unseren Gesprächen.

Wir schlendern Hand in Hand durch die beleuchtete Altstadt, lauschen Strassenmusikern und sehen die erleuchtete Alhambra. Kurz nach 12 fallen wir dann müde und sehr glücklich in unsere Betten. Gerd muss in die dritte Etage. Wir schlafen in Etagenbetten mit 3 Etagen. Ich schlafe in der zweiten, er ganz oben. Wenn sich einer dreht, bewegen sich alle 6 Betten mit. Sehr abenteuerlich. Aber sehr sehr cool, dieses Hostel-Feeling. Allein die Nähe zu meinem Schatz fehlt mir. Ich träume schon von der übernächsten Nacht in einem Zelt. Da kann ich wieder in seiner Kuhle kuscheln…

 

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