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04. August 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 331
Wir sind im hintersten Zipfel der Türkei, kurz vor den Grenzen zu Syrien und dem Irak. Und auf was treffen wir da? Auf eines der ältesten christlichen Klöster der Welt: das Kloster Mor Gabriel.

Tamer, bei dem wir ja derzeit wohnen dürfen, fährt mit uns hierher. Kurz bevor wir in die kleine Strasse hoch in die Berge zum Kloster fahren, telefoniert er. Ja, wir werden schon erwartet.

Wir werden begrüsst und auf eine Erfrischung eingeladen. Die haben wir auch bitter nötig: 42 Grad im Schatten und Gerd hat zudem eine beginnende «Vorne-und-hinten-Körper-Entleerung» mit wachsender Schlappheit.

Während uns Tee, Wasser und «Werthers Echte» (sind scheinbar mit deutschen Pilgern hier her gekommen) gereicht werden, erfahren wir viel über die Geschichte des Klosters, der vielen Aufs und Abs in den sich immer wieder ändernden Glaubens-Vorherrschaften.

Dann geht es in einer Privatführung durch’s Kloster. Wir merken, wie viele Dinge für uns so klar sind, für Tamer sind einige Bräuche der Christen neu. Er fragt nach. So geht es uns immer, wenn wir in einer Moschee sind.

Ein Teil des Klosters wurde in den 70ern restauriert, es wirkt sehr schön und wirklich würdevoll. Heute ist das Kloster, früher mit grosser Bibliothek und Klosterschule, eher ein soziales und religiöses Zentrum und Wallfahrtsort.

Uns haben die Inschriften beeindruckt, welche auf aramäisch sind und wunderschön aussehen. Da wir beide einen beruflichen Bezug zu Schrift & Typografie haben, könnten wir ständig Kalligrafien und Schriftzeichen fotografieren – ohne jede Ahnung einer Bedeutung.

PS.: Eigentlich wollen wir den Tag in Mardin abschliessen, aber Gerd will nur noch ins Bett. Und wie das Schicksal es will, wohnen wir ja bei zwei Ärzten, die ihn nun im Wechsel versorgen, verwöhnen und in Ruhe gesund werden lassen. Wir dürfen selbstverständlich so lange bleiben, bis er gesund ist. Dass wir die ganze Zeit das Elternschlafzimmer bewohnen, ist wohl Ehrensache. Wir sind so dankbar und gerührt von so viel Gastfreundschaft.

PPS.: Gerd geht es mittlerweile wieder gut, unsere Erlebnisse hier sind immer ein paar Tage zeitversetzt!

#KlosterMorGabriel #morgabriel #manastirMorGabriel

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