Spanien – Wir bekommen nicht genug vom FKK – oder zu wenig?

Wir bekommen nicht genug vom FKK – oder zu wenig?

Wir werden von den Geräuschen der Natur geweckt. Die ersten Vögel machen Musik und die Sonne kraucht hinter den Bergen etwas hervor. Noch scheint sie nicht, erhellt aber den Platz. Halb 8 stehen wir auf, machen eine klitzekleine Katzenwäsche und bauen unser Zelt ab und Felix wird gesattelt. Kurz nach 8 sitzen wir auf unserem Moto und fahren in den Sonnenaufgang. Es sieht wunderschön aus, die Berge liegen noch etwas im Nebel und die Sonne bahnt sich ihren Weg hindurch. Die Kurven geniessen wir. Es ist Sonntag morgen und viel ist nicht los. Ein paar wenige Jogger und ein, zwei Velofahrer überholen wir. Sonst nur Natur und wir. So könnte es bei etwa 24 Grad stundenlang weitergehen. Tut es aber nicht, denn unser Ziel ist Valencia. Hier kommen wir halb 10 an und fahren auch hier durch einen fast leere Stadt, scheinbar schläft Valencia um diese Zeit noch. Wir suchen uns am Strand ein Frühstückslokal und essen, wie immer, Toasts mit Blick auf Palmen, Strand und Meer.

Gerd möchte weiter Richtung Norden. Also wieder rauf auf unseren Felix und weiter. Leider ist die nächste Stunde geprägt von Autobahnfahrt. Rechts Meer, links Berge. Beides lockt mich mehr als diese Autobahn. Aber die Idee, lieber jetzt etwas Strecke zu machen und dann 2 Nächte an einem Ort zu sein, reizt mich auch. Also weiter, immer Richtung Norden. Barcelona steht schon angeschrieben. Gerd möchte wenigstens bis Tarragona. Kurz vor Tarragona entdecke ich einen einen FKK-Camping, wir sind ja jetzt Fans, und wir checken für 2 Tage ein.

Direkt am Meer, mit Restaurant, Supermarkt und allem, was man so braucht… Wir leisten uns den Luxus und mieten ein Zelt. Es nennt sich Eden. Naja, von Eden sind wir weit entfernt, aber es hat Küche, WC und eine gemütliche Sitzecke draussen.

Wir ziehen in unser Häuschen ein und machen es uns bequem. Ich freue mich schon, mal was zu kochen. Und nachts muss ich nicht weit zum WC, sondern habe im Zelt ein Bad. Das ist ja mal Luxus.

Nun aber erst mal ans Meer. Der Strand ist scheinbar öffentlich, aber auch ein FKK Strand. Hier laufen also wirklich alle nackig rum. Und viele Menschen sind hier. Wir legen unsere Handtücher in den Sand und schon sind wir im Wasser. Gefühlte Ewigkeiten lassen wir uns treiben. Geniessen die Wellen, das Wasser und die Sonne. Und uns. Es ist einfach nur schön, sich im Wasser treiben zu lassen. Allein die Vorstellung, wie gross dieses Meer ist und was für ein kleiner Pupser wir eigentlich sind, lässt mich erschaudern. Wir springen in die Wellen, wir tauchen unter, wir blinzeln in die Sonne. Wir sind einfach nur im Moment. Gott wie schön!

Später erkunden wir noch den Camping und springen noch schnell in einen der Pools. Vom Pool kann man, im Wasser liegend, das Meer anschauen. Irgendwie auch sehr romantisch. Hier gibt es auch Jakusi und Whirlpools. Die sind uns aber zu voll oder schon geschlossen.

Egal wie, wir sind nun auch etwas müde und wollen noch was essen. Der Supermarkt hat leider schon zu, so müssen wir im Restaurant etwas essen. Leider schmeckt die Paella nicht so toll, wie wir es erwarten. Aber egal, wir haben einen schönen Abend und nach dem Essen geht‘s noch einmal runter zum Strand. Dunkle Nacht und nur wir am Strand. Naja, nicht ganz. Aber egal. Ich möchte in die Wellen springen. Gerd irgendwie nicht. Es ist wirklich dunkel hier, ob wir je unsere Handtücher wiederfinden, ist fraglich. Am Ende kommt alles gut und wir schlendern über den Campingplatz zurück zu unserer Villa Eden.

Am nächsten morgen erzählt mir Gerd, dass er nicht so gut einschlafen konnte. Ich kann mich an nicht mehr als 2 Sekunden erinnern und ich war tief und fest eingeschlafen. Die Geräusche sind wieder andere, aber spannend. Ich höre davon allerdings erst am nächsten morgen etwas, ich habe sooo tief geschlafen.

 

 

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