Leben pur! Unterwegs. Mit dem Motorrad quer durch Spanien - 2016

Gedanken – Spanien – Verbindung zu meinem Schatz

Verbindung zu meinem Schatz

Im Nachhinein betrachtet waren das, auch wenn wir nie vergleichen wollen, unsere schönsten Ferien. Wir waren sehr ausgeglichen, sehr harmonisch, wir konnten lachen, haben unfassbar schöne Dinge erlebt, grossartige Natur und Architektur gesehen und alles in allem hatten wir eine traumhafte Zeit.

Unser Ziel, Low-Budget zu leben, haben wir nicht ganz so geschafft. Wir haben für die gesamte 24 Tage etwa  CHF 3300.– ausgegeben, das liegt weit über unserem Ziel, mit CHF 80.– pro Tag auszukommen. Die grössten Kostenfaktoren waren die Fähre, die Übernachtungen in der Schweiz, die Sehenswürdigkeiten und das hässliche Hostel in Barcelona. Und wenn wir ehrlich sind: die Städte machen Low-Budget zu einem schwierigen Unterfangen. Ist man einfach nur so unterwegs, versorgt sich selbst, geht ab und zu mal einkaufen, ist Spanien nicht teuer. Und hier oder da mal einen Espresso für einen Euro ist nicht viel. Aber wir waren zu oft essen, haben viel zu wenig wirklich gekocht, und haben tatsächlich auch bei den Sehenswürdigkeiten sehr viel Geld ausgegeben. Ob wir das nun gut oder schlecht finden, wissen wir noch nicht. Einerseits sind uns die Sehenswürdigkeiten schon sehr wichtig, andererseits käme das bei einer längeren Reise nicht infrage.

Wir haben schon besprochen, wir müssten evtl. ab und zu wild campen, was ja eigentlich fast überall ausserhalb Europas erlaubt ist. Dann müssten wir mehr selber kochen und uns selbst versorgen. Wir könnten sowieso nicht viel Bio essen, da in den meisten Ländern fast nicht zu bekommen ist. Ausserdem müssten wir uns ein Tagesbudget machen, welches wir auf jeden Fall einhalten wollen. Des Weiteren ist es wichtig, dass wir an einem Ort länger bleiben, das spart Benzinkosten und man kann auf den Campings für längere Aufenthalte wirklich viel weniger zahlen. Wir können uns eher einrichten und auch mal etwas auf Vorrat kaufen, wenn man an einem Platz länger bleibt. Eine weitere Idee ist noch Couchsurfing, was aber in unserem Fall nie geklappt hat. Das wäre gratis und wir würden noch mehr Leute kennenlernen.

Was ich auf jeden Fall mal machen möchte, ist unterwegs zu arbeiten. Entweder grafische Arbeiten oder in irgendwelchen Projekten mitmachen, wo wir gegen Arbeit gratis wohnen und essen können. Das würde mir sehr gut gefallen. Aber das war jetzt in den etwas mehr als 3 Wochen absolut nicht drin, da wir einiges anschauen wollten.

Wir sind diesmal langsamer gereist als sonst, wir haben einiges auf der Liste gestrichen und sind einfach mit mehr Pausentagen unterwegs gewesen. Das hat uns sehr gut getan und fühlt sich für uns auch besser an. So können wir den jeweiligen Ort besser spüren.

Unsere Ausrüstung ist soweit ganz gut gewesen, unser Zelt ist nichts, das müsste für eine weitere Reise unbedingt ausgetauscht werden. Das Kochgeschirr haben wir zu wenig benutzt, um es wirklich beurteilen zu können. Unsere Schüsseln und Becher sind toll. Das minimale gefällt uns gut. An Kleidung hatte Gerd genau richtig gepackt, ich hatte mir noch eine Bluse eingepackt, die ich dann zwar anhatte, aber nicht gebraucht hätte. Ausserdem hatte ich noch ein zweites Paar feste Schuhe mit, das hätte nicht sein müssen. Was mir etwas gefehlt hat, waren Stühle und ein Tisch. Ich habe gesehen, die gibt es schon mit einem recht kleinen Packmass und das würde mir noch gefallen.

Aber all diese Dinge jetzt im Fazit sind Kleinigkeiten. Unsere Ferien waren unsagbar schön, wir haben wieder einmal mehr zueinander gefunden und ich spüre täglich die starke Verbindung zu meinem Schatz.

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