09. Juli 2021

09. Juli 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 307
Heute machen wir es uns richtig gemütlich warm. Bei sonnigen 35° Celsius stiefeln wir von der Çıralıs-Bucht zu den ewigen Flammen von Chimaira.

Okay, dass es 30 Minuten steil bergauf geht, hatten wir wohl überhört. Aber so schlimm kann es ja nicht sein. War es auch nicht, schliesslich ist es auch egal, ob einem einfach so warm ist oder vom Bergsteigen warm wird. Warm ist warm.

Statt einer grossen erwarteten Flamme sind es viele kleine auf einem grösserem Steinfeld. Durch kleine Spalten im Fels werden die Flammen seit dem Altertum erdgasgespeist. Angeblich waren die Flammen viel grösser, sie dienten wohl den Seefahrern zur Orientieren. Vielleicht hat jemand den Gashahn auf Sparflamme gedreht – wer weiss das schon. Heute reichen die Flammen nur noch zum Grillen der mitgebrachten Würstchen oder Marshmelllows. Haben wir natürlich nicht mit. Werden wir aber überleben.

Übrigens war hier diese sagenumwobene Chimäre daheim. Ein Ungeheuer mit Löwenkopf,
Ziegenkörper und einer Schlange als Schwanz, bis sie von Bellerophon mit Unterstützung des geflügelten Wunderpferdes Pegasos getötet wurde. Muss wohl auch schon lange her sein, wir haben nur zwei Katzen gesehen und tausende Zikaden gehört.

Neben dem Zuhause von Chimäre war das auch ein kultischer Ort: die Griechen, als sie noch hier waren, verehrten hier ihren Feuergott Hephaistos, die Römer seinen Nachfolger Vulcanus. Wir verehren hier den Erfinder der Trinkflasche, denn: die kleinen Feuer bringen zusätzliche Wärme.

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