grosse reise 🏍 tag 353 der wecker klingelt halb 6. halb 4 deutscher zeit wohlgemerkt kurz denke i

24. August 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 353
Der Wecker klingelt halb 6. Halb 4 deutscher Zeit, wohlgemerkt! Kurz denke ich darüber nach, dem Wecker mal gehörig meine Meinung zu sagen, drücke dann aber nur auf «Schlummern», um wenig später von dem Mistding ein weiteres Mal geweckt zu werden.

Rasch stecken wir in unserer Wanderkluft, ein Geistesblitz lässt mich mein Motorradhalstuchschaldingens einpacken. Und schon stehen wir auf komplett ungeheizten Strassen, frieren und klappern um die Wette. Hoffen, dass der steile Anstieg zur Kirche unsere müden Körper aufwärmen wird.

Er wird unseren Wünschen gerecht. Einmal quer durchs Dorf, über den Fluss, weiter durchs nächste Dorf. Der Sonnenaufgang ist zwar noch ein bisschen hin, aber es ist schon so dämmrig-hell. Genau so hell genug, um zu sehen, dass das verdammt steil hoch geht!

Das einzige, was mich beruhigt, ist, dass wir uns nicht den Kazbegi, den 5000er vorgenommen haben. Also nicht, dass wir das schaffen würden, nein. Um ihn ranken sich zu viele gefährliche Legenden. Man muss auch mal Nein sagen können.

Also geht es weiter hoch, Wegweiser Fehlanzeige. Über Stock und Stein. Nix mit Serpentinen oder Zickzack-Wege. Geradewegs.

Ich lasse Gerd vorlaufen, versuche ihm erfolglos zu vermitteln, dass ich in Ruhe die Landschaft geniessen will. Derweil pruste ich einfach nur untertrainiert hinterher.

Oben angekommen, pünktlich, als wenn wir das geplant hätten, blinzelt die Sonne über die ersten Bergspitzen, setzt die Dreifaltigkeitskirche ins rechte Licht und, nicht minder wichtig, wärmt endlich unsere pitschnass geschwitzten und ausgekühlten Leiber auf.

Auch historisch ist die Kirche etwas Besonderes. Viele Hundert Jahre wurden dort der georgischen Kronschatz und das Weinrebenkreuz der georgischen Nationalheiligen Nino aufbewahrt. Deshalb ist sie zu eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Georgiens.

Wir sind nahezu allein hier oben, erst beim Abstieg kommen uns motivierte Tagesausflügler entgegen. Pünktlich zum Frühstück sind wir wieder unten. Nur um kurz danach in einen mehrstündigen Tagesschlaf zu fallen. Soviel zum Thema: Nutze den Tag!

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