29. März 2021

29. März 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 208
Der Judasbaum. Oder fangen wir besser von vorn an. Wir wandern und so langsam merke ich, dass wir auf einer Bildungsreise sind. Unser kleines Wandergrüppli wandert und lernt. Hier über verlassene Dörfer, dort über griechische Mythen und jetzt lernen wir den Judasbaum kennen.

Tagelang bewundern wir einfach nur seine knallig-violetten Blüten. Mehr nicht. Am Baum hängen auch noch so vertrocknete Blätter oder Früchte vom letzten Herbst, uns eigentlich völlig egal, was das alles soll. Die Farbe ist es, die uns fasziniert. Doch dann erfahren wir den Namen: Judasbaum. «Warum heisst der so?» frage ich in die Runde. Natürlich gibt es auch hier Antworten, die sich allerdings sehr voneinander unterscheiden.

Also setze ich mich daheim (also das, was derzeit unser Zuhause ist) hin und recherchiere. Die Legende besagt, dass Judas Ischariot sich an einem solchen Baum erhängte, nachdem er Jesus an die Römer verraten hatte.

Aha. Und warum hat er nun so rot-violette Blüten? Eine weitere Erzählung lässt mich wissen, dass der Baum hierauf vor Scham rot angelaufen sei. Ergänzend hierzu kann man die rundlichen Blätter, die sich erst während der Blüte bilden, als die Judas für seinen Verrat bezahlten Silberstücke sehen.

Ein Baum schämt sich, alle machen mit. Oder wie?

Ich stelle beruhigt fest, dass mir in diesem Fall die Namensherkunft ziemlich egal ist, soll er nur so lang wie möglich in voller Blüte stehen, dieser Judasbaum.

#judasbaum #manlerntnieaus #wandergrüppli

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