Deutschland – Überraschungsbesuch in Bad Wimpfen

Deutschland – Überraschungsbesuch in Bad Wimpfen

Bepackt bis unters Dach – mit Sommer- und Wintersachen, denn wir wissen ja nicht, wohin unsere Reise geht – rollen wir auf die Autobahn. Wollen erst mal Strecke machen.

Gerd schaut mich an und fragt beiläufig, ob ich mir vorstellen könnte, unsere Tochter zu überraschen. Ich nicke. Er hat schon alles geplant. Unser Schwiegersohn ist eingeweiht, sonst weiss niemand von seinem Plan.

Was wir jahrelang aus der Ferne beobachtet und nie verstanden haben, ist, dass die Schwiegereltern die Adventszeit nutzen, um alle Weihnachtsmärkte in Deutschland zu besuchen. An diesem Wochenende soll es Bad Wimpfen sein. Das liegt so gar nicht auf unserer Route in Richtung Türkei und arabische Halbinsel. Als ich das beiläufig erwähne, strahlt mein Mann und sagt: «Ja, ich weiss. Aber was soll’s?»

In Gedanken krame ich also unsere richtigen Wintersachen hervor (gut, dass ich die dicken Wollhandschuhe, Mützen und langen Männer eingepackt habe) und lasse die Sommerkleider zusammengerollt in den hinteren Schränken. In Bad Wimpfen angekommen, finden wir tatsächlich einen Stellplatz nur wenige Meter vom Hoteleingang entfernt.

Jetzt heisst es warten. Warten auf die Familie. Und hoffen, dass unser Schwiegersohn dicht gehalten hat. Wir sitzen in der Hotellobby, neben hölzernen Elchen und Weihnachtsbäumen. Als unsere Tochter aus dem Fahrstuhl steigt, schaut sie einfach an uns vorbei. Max, unser Enkelhund, scheint irgendwie zu wittern, dass da jemand ist, den er kennt.

Mein Herz klopft vor Aufregung. Irgendwann schaut sie uns endlich an und erkennt uns! Ein kurzer Freudenschrei (hoffen wir), ein kurzer Blick zu ihrem Mann (wusstest du das?) und schon liegen wir uns in den Armen. Und die Tränen kullern.

Wir verbringen ein wunderschönes Adventswochenende miteinander. Wir schlendern über den wirklich zauberhaften Weihnachtsmarkt, frieren wie die Blöden an diesen bitterkalten Tagen, sitzen stundenlang in der warmen Hotelbar, tanken noch einmal so richtig Familie und Weihnachtszeit.

Und wir stellen fest, dass es uns – Mutter und Tochter – immer wieder zu den gleichen Ständen zieht: Holzschnitzereien, Lángos mit Sauerrahm und Schoko-Weintrauben am Spiess.

Nach zweieinhalb Tagen Gemeinsamkeit heisst es Abschied nehmen: wir in den Süden (hoffentlich, mal sehen, was der Gatte noch so vorhat), die Kinder und Schwiegereltern wieder in ihre jeweiligen Heimaten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Gerd nicht so oft mit Reiseideen glänzt, aber wenn, dann zünden sie! Danke, lieber Reisepartner, für diesen kleinen Abstecher auf unserer Reise gen Süden!

leben pur

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Merci fürs «Mitreisen»

Wir reisen in diesen Wochen durch Iran. Möglicherweise werden wir Beiträge nicht oder verspätet schreiben. Wir müssen erst einmal schauen, ob wir genügend Internet oder Empfang haben und ob es für uns passt, aus dem Land zu veröffentlichen. Und ob wir es überhaupt schaffen, all die fantastischen Eindrücke zeitig zu notieren.

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Rachel
Rachel
2 Monate zuvor

Welch eine schöne Überraschung!
Gut gemacht Gerd ! 👍🥰
Ihr seid schon toll !
Alle !
LG aus dem inzwischen drecknassen Bayern.

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