Tunesien – Eine Überlandfahrt & Autobahnmaut

Eine Überlandfahrt & Autobahnmaut

Der Weg führt uns wieder zum Meer. Wir wollen ein paar Tage auf die Kerkennah-Inseln. Noch nie haben wir etwas von diesen Inseln gehört. Google Maps zeigt jedoch schöne Strand-Bilder und mein Uralt-Reiseführer berichtet von Ruhe, Fischer-Romantik und endlosen Palmen-Feldern. Aber dazu später mehr.

So verlassen wir El Djem bei seltenem Regen. Der sagenhafte Staub auf Felix vermischt sich nun mit den paar Tropfen zu Schmiere und aufgrund der Wahnsinns-Geschwindigkeit rutscht der Schlamm einfach ein Stückchen weiter. Zum Abspülen reicht weder der Regen noch das Tempo.

Auf der Landstrasse begegnen uns viele Esel-Karren und eine Menge Mofas, die, wie Gerd sagt, schon in der Zeit, als er Töffli gefahren ist, existiert haben müssten. Zumindest sehen sie recht mitgenommen aus. Aber, und das scheint das Wichtigste, sie fahren noch. Manchmal denke ich allerdings, dass die Fahrenden schneller wären, würden sie laufen. Auch das ist meine persönliche Einschätzung der Lage. Wer weiss schon die echten Hintergründe?

So geraten wir wieder einmal mit unserem riesigen Van in einen Wochenmarkt. «Halt mal kurz!», rufe ich. Und was macht mein Mann? Er hält. Direkt im Kreisverkehr. Das macht man hier so. Schon kaufen wir uns frisches Wasser, sonnen gereifte Granatäpfel und ein paar Tüten Chips für Gerd. 

So langsam mach’ ich mir Sorgen, wie das mit den Verkehrsregeln wird, wenn wir wieder mal in der Schweiz sind. Im Kreisverkehr parken? Auf dem Mittelstreifen ein Schwätzchen und ein paar Früchte kaufen? In Einbahnstrassen entgegen der Fahrtrichtung fahren? Er wird dann noch viel lernen müssen. 

Dann das erste Mal Autobahn.

Bei der Einfahrt, ähnlich wie in Italien, bekommen wir ein Zettelchen, circa 50 Kilometer weiter, kurz vor Sfax an der Ausfahrt dann die Zahlstation. 

Menschen-betrieben, puh, das ist schon mal gut. Ich halte alle Kreditkarten und eine Menge Geldscheine bereit. Gerd erfragt den Betrag. «1 Dinar bitte.» Ich räume Geldscheine und Kreditkarten rasch weg und krame einen Dinar aus der Hosentasche. 29 Rappen (oder ca. 29 Cent) für 50 Kilometer, okay, das ist ein fairer Preis.

Die Autobahn selbst war fast leer. Wochenende? Oder doch die Maut? Fahren konnten wir etwa 90 bis 100 km/h, mehr ging nicht wegen der Unebenheiten und unserer «Schwungmasse». Aber statt durch alle Dörfer zu juckeln und an allen Wochenmärkten ein Hindernis zu sein, allemal eine gute Entscheidung.

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Danke fürs Lesen unserer Reise-Erinnerungen.
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Liebe Grüsse – Heike & Gerd

 

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