Tunesien – Freundlichkeit – wieder einmal so viel Freundlichkeit

Freundlichkeit – wieder einmal so viel Freundlichkeit

«Willkommen bei uns! Fahrt bitte so, dass ihr zuerst weiter könnt! Dann müsst ihr nicht so lange am Zoll warten!»

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«Können wir hier über Nacht stehen?» 
«Ja klar, selbstverständlich. Wir schauen auch über Nacht für Ihre Sicherheit!»

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«Was kostet das Katzenfutter?»
«Für Strassenkatzen? Oh, warte, ich fülle dir etwas aus dem Riesensack ab, das ist dann günstiger!»

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«Können wir hier etwas Wasser auffüllen?» «Ja, natürlich. Warten Sie, ich hole den Schlauch!»

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«Dürfen wir das Internet hier im Restaurant nutzen?» «Eigentlich schon, aber es ist gerade kaputt. Aber Moment!»
Der Kellner geht, kommt wieder und legt sein privates Smartphone für den gesamten Abend auf unseren Tisch, gibt uns einen Hotspot und verschwindet wieder. 

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Wir sitzen in einem Restaurant, im TV läuft Brasilien gegen Kamerun. Man merkt, dass Gerd auf dem Handy zum Spiel Schweiz gegen Serbien blinzelt. Plötzlich macht es klack und alle TV im Restaurant werden auf das Schweiz-Spiel umgeschaltet.
«Glückwunsch!», rufen sie uns zum Ende des Spiels zu. (Wie wir jetzt wissen, hat es dennoch nicht ganz gereicht, aber im Moment unseres Erlebnisses konnten wir das doppelt geniessen.)

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Am Campingplatz fragen wir nach einem Taxi. «Wartet kurz, ich bring euch rasch in die Stadt.»

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«Wir hätten gern zwei Tiramisu!»

«Die sind riesig, wollt ihr euch nicht erst einmal eines teilen?»

«Ja schon, aber welches sollen wir nehmen?»

«Ach, ich mach’ euch eine Mischung aus beiden, dann habt ihr von beidem etwas!»

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Wir stehen am Hafen, sprechen mit den Fischern. «Wenn ihr morgen wollt, nehmen wir euch mit zum Fischen!»

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Und dann immer wieder: das offene, freundliche und herzliche Lächeln verbunden mit «Willkommen in Tunesien!» oder «Bienvenue chez nous».

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Sammeltaxi. Mehrere Familien drängeln sich schon drinnen, halten aber an und nehmen uns mit. Die Mädchen lächeln verschmitzt, die Jungs sind dafür viel zu cool. Als wir beim Aussteigen bezahlen wollen: «Herzlich willkommen bei uns! Wir bezahlen für euch!»

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«Setzt euch zu uns! Dürfen wir euch zu einem Kaffee einladen?» 

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«Wenn du so gern Granatäpfel hast, dann bringe ich dir morgen welche!»

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Wir stehen beim Sahara-Festival im Gedränge mit Blick auf das Geschehen. Ganz selbstverständlich werde ich vorgelassen. «Herzlich willkommen bei uns, hoffentlich kannst du weiter vorn besser sehen?» 

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«Da hinten liegen kistenweise bereits geerntete Datteln. Bitte nehmt euch so viel ihr wollt. Ich kann sie nicht verkaufen, sie sind etwas zu klein. Aber sie sind in sehr guter Qualität!» Dass wir nun im Bett liegen und uns die prallen Dattel-Bäuche reiben? Ehrensache.

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Wir sitzen am weihnachtlichen Lagerfeuer und alle Overlander erzählen Geschichten, ein paar bereichern die Runde mit Witzen und es gibt Dattel-Tee, Dattel-Bällchen, Weihnachtsplätzchen aus der Heimat. Jeder bereichert die Runde auf eine andere Art und Weise. 

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Danke, dass wir sooo sehr beschenkt werden. Danke, du freundliches Tunesien!

Hatte ich zu Anfang unserer Tunesien-Reise ein mageres Bild von All-Inklusive-Hotels und langen Sandstränden, wird das Bild mittlerweile durch Geschichten, Natur und vor allem die vielen ausnahmslos freundlichen Menschen erweitert und bereichert!

Gerade fällt mir beim Schreiben auf: Das ist wohl «Leben pur», oder?

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Mein Weihnachtsgeschenk: Die Hände voller Kunstwerke.

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Foto-Credit mit freundlicher Genehmigung: Lagerfeuer-Bild Daniela Ben Said

Merci fürs «Mitreisen»

Wir reisen in diesen Wochen durch Iran. Möglicherweise werden wir Beiträge nicht oder verspätet schreiben. Wir müssen erst einmal schauen, ob wir genügend Internet oder Empfang haben und ob es für uns passt, aus dem Land zu veröffentlichen. Und ob wir es überhaupt schaffen, all die fantastischen Eindrücke zeitig zu notieren.

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