Griechenland – Kanal von Korinth und Traumwanderung nach Akrokorinth

Griechenland - Kanal von Korinth und Traumwanderung nach Akrokorinth

Am Abend sitzen wir virtuell mit Freunden zusammen und planen ein gemeinsames Wanderwochenende im Schwarzwald. Ganz nebenbei und wie selbstverständlich wird vorausgesetzt, dass wir, die wir ständig unterwegs sind, sportlich und durchtrainiert sind.

Pustekuchen. Ganz ehrlich müssen wir zugeben, dass mit uns im Moment nicht viele Höhenmeter zu machen sind.

Diese Ehrlichkeit gelingt uns gut, doch kurz darauf grummelt es in uns. Das ist nicht gut. Wir haben keine Ausrede. Wir haben Zeit, wir hätten jederzeit die Möglichkeit, etwas mehr Bewegung in unseren Tagesablauf zu bringen. Das muss sich ändern, bis zum Wanderwochenende im Schwarzwald wollen wir wieder eine Grundfitness erreichen. Das heisst: mehr laufen, mehr Sport treiben, weniger sitzen.

Aber erst einmal heisst es: das historische Korinth, der Kanal von Korinth und vor allem die Akropolis von Korinth, Akrokorinth genannt. Wir übernachten direkt am Kanal, der auf der einen Seite breit und unspektakulär ist. Erst als wir am anderen Ende des ca. 6 km langen Kanals ankommen, können wir ein paar dieser typischen Kanalbilder machen. Und wir erinnern uns: Vor fast genau 2 Jahren waren wir schon einmal hier, damals mit dem Motorrad, nach 5,5 Monaten «Lockdown» und «best time ever» in Koroni.

Diesmal lassen wir uns mehr Zeit, schlendern über die Brücke, gehen ins Infozentrum, das damals wegen «C» geschlossen war, und erfahren viel über den Kanal, der die Halbinsel Peloponnes vom Festland trennt.

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Irgendwann führt uns unser Weg weiter nach Korinth, wir wollen ins alte, historische Korinth. «Alte Steine», wir können nicht anders. Ich gebe das alles brav ins Navi ein und wir kommen ganz woanders heraus. Felixos, wie er jetzt auf Griechisch heisst, nimmt die ersten griechischen Pässe mit Bravour und plötzlich stehen wir auf der Akropolis von Korinth. Nix mit Ausgrabung.

Nach einem netten Plausch mit einem Luzerner Camperpärchen (diese Schweizer, die sind auch überall!) geht’s los. Hoch über uns thront die Burg. Da wollen wir hin. Gerd erinnert uns kurz an das gestrige Gespräch und an unsere untrainierten Körper. Ja, wir schnaufen. Und ich jammere auch ein bisschen. Aber irgendwann ist der erste Trainingshügel geschafft. Die Aussicht ist grandios, der Frühling macht uns federleicht.

Die Liebe zu Griechenland bahnt sich ihren Weg zurück in unsere Herzen. Als wir im April 2021 Koroni verliessen, wussten wir nicht, dass uns der griechische Amor mitten ins Herz getroffen hatte. Wollten es uns mit Vernunft und Argumenten selbst ausreden? Doch schon am zweiten Tag schlug es ein wie eine Bombe.

Gerd, der sowieso immer gut gelaunt ist, seufzt hier alle paar Minuten und sagt: «Ach, wie schön!» Oder «Gut, dass wir nach Griechenland gekommen sind». Sollen wir an Zeichen glauben? Was soll uns das alles sagen? Wir werden sehen.

Ach ja, die Burg: Die Festung auf einem 575 Meter hohen Felsmassiv besteht aus zwei Gipfeln, die wir natürlich beide schnaufend erklommen haben. Auf den Gipfeln befinden sich eine byzantinische Kapelle und die Ruine eines fränkischen Turms, der später von den Venezianern und Osmanen erweitert wurde. Es gibt viele Bauwerke aus verschiedenen Epochen, und Triptastic, wie unsere Vorlese-App jetzt heisst, erzählt endlos von Belagerungen, feindlichen Eroberungen, wieder Verlusten und so weiter. Mal die Makedonen, mal die Griechen. Die Römer, die Westgoten, die Osmanen, die Franken… Alle und noch mehr waren hier und haben geherrscht. Wir haben längst den Überblick verloren.

Heute freuen wir uns nur über den Frühling hier oben, über unsere wiedergefundene Liebe zu den vergangenen Reisemonaten und vor allem: über unsere körperliche Leistung, dieses Ding gemeistert zu haben. Jungs und Mädels, wir trainieren fleissig fürs Publishing-Wandern!

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Merci fürs «Mitreisen»

Wir reisen in diesen Wochen durch Iran. Möglicherweise werden wir Beiträge nicht oder verspätet schreiben. Wir müssen erst einmal schauen, ob wir genügend Internet oder Empfang haben und ob es für uns passt, aus dem Land zu veröffentlichen. Und ob wir es überhaupt schaffen, all die fantastischen Eindrücke zeitig zu notieren.

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2 Kommentare
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Rachel
Rachel
10 Monate zuvor

Da könnte man fast sagen:
Willkommen zu Hause. 😉
Vielleicht doch noch griechisch lernen? 👍

Viel Spaß und liebe Grüsse
s’Racheli

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