Okt 02, 2018 @ 02:26

UXO – weisst du was das ist? So nennen sie hier die „nicht explodierte Munition“ oder eben „Unexploded Ordnance“. Neben unserem Abenteuer Laos beobachten wir hier auch die Menschen, versuchen ins Gespräch zu kommen. Leider gelingt das nur sehr wenig, da sie entweder kein oder nur wenig englisch sprechen oder eben eher touristisch unterwegs sind und kein Interesse haben an der Aufklärung. Weil es so viel Schönes hier zu sehen gebe. Dennoch, es gibt sie, die über 20.000 Opfer der Folgen des Vietnamkrieges hier in Laos. Heute waren wir bei einer Hilfsorganisation zu Besuch. Auf dem Bild seht ihr einen Baum, an dem die Menschen dieser Welt den Opfern liebevolle Segnungen und Wünsche auf kleinen Zetteln schreiben können. ❣️ • • • Laos gilt weltweit als das am stärksten bombardierte Land – bis heute leidet die vorwiegend in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung an den „Relikten“ dieses Krieges. Über zwei Millionen Tonnen Munition wurde zwischen 1964 und 1973 während des „geheimen Krieges“ auf Laos abgeworfen. Einige Quellen behaupten sogar, in Laos wären mehr Bomben aus der Luft als im gesamten Zweiten Weltkrieg gefallen. • • •  Derzeit, also 45 Jahre nach Kriegsende, sterben oder werden jährlich etwa 300 Menschen durch diese „Bombies“ (Streubomben) stark verletzt. • • •  Mit nationaler und internationaler Hilfe wird neben Aufklärungsarbeit auch eine Bereinigung der verseuchten Gebiete durchgeführt. Obwohl hunderte Menschen für das Entschärfen ausgebildet wurden, wird es bei derzeitigem Räumungstempo noch über 1.000 Jahre dauern, bis Laos größtenteils von dem gefährlichen Kriegsschrott befreit sein wird. • • • Es ist unglaublich, was wir erfahren haben. Und es ist, sorry, zum Kotzen, dass die USA immer noch nicht dazu stehen und Hilfe leisten. • • • Diesmal kein Hashtag, nur Tränen.
http://qlalaos.org/

Wo? Hier: Ban Phônsavan, Xiangkhoang, Laos

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UXO – weisst du was das ist? So nennen sie hier die „nicht explodierte Munition“ oder eben „Unexploded Ordnance“. Neben unserem Abenteuer Laos beobachten wir hier auch die Menschen, versuchen ins Gespräch zu kommen. Leider gelingt das nur sehr wenig, da sie entweder kein oder nur wenig englisch sprechen oder eben eher touristisch unterwegs sind und kein Interesse haben an der Aufklärung. Weil es so viel Schönes hier zu sehen gebe. Dennoch, es gibt sie, die über 20.000 Opfer der Folgen des Vietnamkrieges hier in Laos. Heute waren wir bei einer Hilfsorganisation zu Besuch. Auf dem Bild seht ihr einen Baum, an dem die Menschen dieser Welt den Opfern liebevolle Segnungen und Wünsche auf kleinen Zetteln schreiben können. ?❣️ • • • Laos gilt weltweit als das am stärksten bombardierte Land – bis heute leidet die vorwiegend in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung an den „Relikten“ dieses Krieges. Über zwei Millionen Tonnen Munition wurde zwischen 1964 und 1973 während des „geheimen Krieges“ auf Laos abgeworfen. Einige Quellen behaupten sogar, in Laos wären mehr Bomben aus der Luft als im gesamten Zweiten Weltkrieg gefallen. • • •  Derzeit, also 45 Jahre nach Kriegsende, sterben oder werden jährlich etwa 300 Menschen durch diese „Bombies“ (Streubomben) stark verletzt. • • •  Mit nationaler und internationaler Hilfe wird neben Aufklärungsarbeit auch eine Bereinigung der verseuchten Gebiete durchgeführt. Obwohl hunderte Menschen für das Entschärfen ausgebildet wurden, wird es bei derzeitigem Räumungstempo noch über 1.000 Jahre dauern, bis Laos größtenteils von dem gefährlichen Kriegsschrott befreit sein wird. • • • Es ist unglaublich, was wir erfahren haben. Und es ist, sorry, zum Kotzen, dass die USA immer noch nicht dazu stehen und Hilfe leisten. • • • Diesmal kein Hashtag, nur Tränen. http://qlalaos.org/

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