Schweiz – Appenzellerland und das berühmte Aescher-Felsen-Beizli

Schweiz – Appenzellerland und das berühmte Aescher-Felsen-Beizli

Wenn wir irgendwo eine Stecknadel für ein zukünftiges Zuhause ansetzen müssten, dann sicher im Appenzellerland. Gut, wir kennen dort niemanden und immer nur Sonnenschein ist auch dort nicht. Und: die Menschen im Appenzellerland sind eigen.

Ob wir uns dem dann so unterordnen oder einordnen können, das wage ich aus heutiger Sicht ein klitzekleines bisschen zu bezweifeln. So bleibt es dabei: Wir verbringen hier ein paar schöne Tage und feiern unser «Nach-hause-lommen» mit einer Wanderung.

Was aber macht die Gegend und seine Menschen aus?

Das Appenzellerland ist eine malerische Region in der Ostschweiz. Es liegt hauptsächlich in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden und grenzt an den Bodensee. Unser Felix steht inmitten grüner Wiesen, sanfter Hügel und die imposanten Felsen des Alpsteinmassivs sind von unserem Häuschen aus zu sehen (wenn es nicht gerade wie verrückt regnet). Nach unseren Bürotagen beschliessen wir, ein wenig zu wandern. (So langsam müssen sich unsere Körper wieder ans Wandern gewöhnen, das ist wirklich himmeltraurig…)

Und die Menschen hier? Sie zeichnen sich durch ein starkes Traditionsbewusstsein, Gemeinschaftssinn und Naturverbundenheit aus. Sie sind stolz auf ihre kulturellen Bräuche wie das Silvesterchlausen und den Almauftrieb, pflegen aktiv das Dorfleben und unterstützen einander. Sagt man.

Sie lieben die Natur, gehen die Berge rauf und runter und betreiben überwiegend Landwirtschaft. Man sagt ihnen auch nach, dass sie – sagen wir es höflich – sehr eigenständig und selbstbewusst sind. Die politische Kultur ist einzigartig, mit der Landsgemeinde als traditioneller Form der direkten Demokratie in Appenzell Innerrhoden. Gerne wird hier erwähnt, dass es wirklich der letzte Kanton war, der die Frauen wählen liess.

Was wirklich cool ist, ist die Musikalität, das Handwerk und der Käse. Alles einzigartig und unkopierbar. Und wir? Geniessen das alles als Gäste und Touristen. Einfach schön.

Wie wir da so in den Hügeln sitzen, schwärme ich vom Aescher, dem bekannten Bergrestaurant. Gerd hingegen hat keine Ahnung, wovon ich rede. «Echt jetzt? Du warst noch nie da oben?» Jetzt macht sich meine Liebe zu den Tagestouren der letzten Jahre wieder bemerkbar, ich habe schon mehr von der Schweiz gesehen als mein lieber Mann.

Und sofort ist klar, was wir am frühen Morgen besuchen werden: den Aescher!

Genauer gesagt das Aescher und sein Wildkirchli, ein historisches Berggasthaus an einer steilen Felswand des Ebenalp-Massivs mit atemberaubender Aussicht auf das Alpsteingebirge. Nur zu Fuss oder mit der Luftseilbahn erreichbar bietet es traditionelle Schweizer Küche in rustikalem Ambiente. Ganz in der Nähe liegt das Wildkirchli, eine prähistorische Höhle mit archäologischen Funden aus der Steinzeit.

So sitzen wir am frühen Morgen oben im Aescher, treffen ein australisches Paar und kommen ins Gespräch. Wir erzählen vom Iran, sie von ihren vielen Reisen durch Europa. Wir reden über Hilfsbereitschaft und Karma, über das Beschenken von Touristen und Gästen im eigenen Land. Der zugegebenermassen schon etwas ältere Herr schaut immer wieder auf meine Wanderstöcke und traut sich dann zu fragen, ob er meine haben kann, er habe seine vergessen. Nur ich habe jetzt ein Problem: Da wir über 700 Höhenmeter auf ziemlich nassem Weg absteigen wollen, hätte ich doch gerne meine Stöcke selbst. Wir einigen uns: er einen, ich einen. Und vereinbaren, dass er mir den ausgeborgten später ans Auto hängt. Ganz süss schreibt seine Frau unsere Autonummer in ihr Notizbuch und tatsächlich liegt am späten Nachmittag ein einsamer Wanderstock an unserem Felix.

Irgendwann verabschieden wir uns von den freundlichen Australiern und dem Aescher und machen uns an den Abstieg. Was für eine wunderschöne Gegend wir hier durchwandern – einfach traumhaft. Im unteren Drittel dann der See, fast möchte ich sagen, kitschiger geht es kaum.

Im Felix angekommen, überdenken wir noch einmal unseren Wunschwohnsitz: Ja, das Appenzellerland rutscht auf unserer Favoritenliste noch weiter nach oben.

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