Schweiz – Noch einmal Diavolezza und dann mit dem Zügli auf die Alp Grüm

Schweiz – Noch einmal Diavolezza und dann mit dem Zügli auf die Alp Grüm

Spät am Abend warte ich sehnsüchtig auf meinen Liebsten. Er ist mit dem Zug einmal quer durch die Schweiz gefahren, um mit mir Ferien im Valposchiavo zu machen. Jetzt kann ich ihm all die schönen Orte zeigen, die ich mit Regula schon entdeckt habe.

Das hat jetzt folgende Vorteile:

  • Ich weiss schon, wo es besonders schön ist.
  • Die spontane Parkplatzsuche fällt weg.
  • All mein neu erworbenes Wissen findet nun Zuhörer.
  • Gemeinsamer Genuss von Region, Essen und Zweisamkeit.

So wachen wir morgens bei strahlendem Sonnenschein am Fusse der Diavolezza-Bahn auf, nehmen auch diesmal das erste Gondeli und: Kaum Wolken, strahlender Sonnenschein und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir wandern auf steinigem, ja eigentlich felsigem Untergrund zum Aussichtspunkt Munt Pers (und natürlich auch wieder zurück!) und gönnen uns eine kleine Pause auf der Aussichtsterrasse.

Das Wetter ist heute noch grandios, ob es morgen so schön bleibt, ist ungewiss. Also fahren wir wieder hinunter, um vielleicht noch eine kleine Fahrt mit der Berninabahn zu machen.

Oben auf dem Berninapass stellen wir unseren Felix wie immer windschnittig in bester Position ab, lassen heute einmal alle «Erika-, Schöner-, Alpen-Reisen»-Reisebusse links und rechts liegen und stapfen hinunter zum Bahnhof Ospizio.

Denn eines konnte ich mit unserem Felix nicht: hinauf zur Alp Grüm. Dieses Bergrestaurant erreicht man entweder zu Fuss oder eben mit der Berninabahn.

Alp Grüm? In der Nähe von Pru dal Vent gibt es eine Siedlung, die früher ein Maiensäss war. Der Bahnhof liegt sehr hoch, nämlich auf 2091 Meter über Meer. Das Bahnhofsgebäude, in dem es auch ein Restaurant und ein Hotel gibt, wurde 1926 erbaut.

Die Siedlung ist nur mit der Bahn erreichbar, da sie nicht an ein Strassennetz angeschlossen ist. Der Saumpfad, der die Siedlung erschliesst, ist nur im Sommer begehbar und für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Ein Saumpfad ist ein alter Weg, der für Fuhrwerke zu schmal oder zu steil war. Auf diesen Wegen transportierten die Menschen früher ihre Waren mithilfe von Zugtieren wie Eseln oder Pferden. Solche Wege findet man oft in den Bergen. Das Wort «Saum» bedeutete früher «Last».

In den Alpen gab es viele solcher Wege und auch Stationen, an denen die Lasten von einem Tier auf ein anderes umgeladen wurden. Die Waren wurden mit speziellen Sätteln auf den Tieren befestigt. Der Weg war so breit, dass die Tiere mit ihren Lasten gut durchkamen.

Von der Station aus hat man einen weiten Blick auf den Palügletscher, den Lagh da Palü und das Val Poschiavo, vor allem dank der 180°-Kurve südlich der Station. Zwischen Alp Grüm und dem italienischsprachigen Puschlav schlängeln sich die Züge der Rhätischen Bahn durch enge, teilweise überdachte Kurven und Kehren sowie durch fünf Kehrtunnels mit bis zu 70 ‰ Steigung.

Oben angekommen (die Fahrt vom Ospizio bis zur Alp Grüm dauert eigentlich nur 10 Minuten, ist aber so grandios, dass wir bei jeder weiteren Kurve aus dem Staunen nicht mehr herauskommen), gönnen wir uns die obligatorische Pause mit Aussicht. Und dann, weil es an besonderen Orten eben besonders gut schmeckt: noch einmal Pizzoccheri, die Spezialität aus Graubünden und dem Veltlin. Die Buchweizennudeln werden typischerweise mit Wirsing, Kartoffeln und Käse serviert.

Was für ein schöner erster (oder sechster) Ferientag!

leben pur

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