Slowakei – UNESCO-Lebkuchenhäuser in Čičmany

Slowakei – UNESCO-Lebkuchenhäuser in Čičmany

Nach einem sonnigen und schönen Urlaubstag in Olomouc ist es so weit: Wir sind in unserem Zielland für diesen Herbst angekommen. Die Slowakei. Oder richtig ausgesprochen: Slowakische Republik.

Unser erstes Ziel ist gleich ein UNESCO-Weltkulturerbe. Doch davon sehen wir nicht viel, schliesslich kommen wir spät abends an. Und weil es ab halb acht stockdunkel ist, können wir weder die bergige Anfahrt durch finstere Wälder noch das Städtchen bewundern.

Wir finden einen ruhigen Stellplatz am Ortsausgang, direkt an einem plätschernden Fluss und Gerd muss sich mal wieder irgendeine Park-App herunterladen, um die obligatorischen 5 € für 24 h zu bezahlen. Das scheint hier in der Slowakei so eine Art Einheitspreis zu sein. Wir lernen ja mit jedem Grenzübertritt neue Landesspezifika kennen.

Am Morgen stellen wir fest, dass wir nicht nur am Ortsausgang, sondern auch am Busbahnhof stehen. Zwei Wartende in einem Holzhäuschen, ein kleiner VW-Bus kommt Punkt 8 Uhr. Eine Person steigt ein, eine hat nur die Posttasche abgeholt und läuft zurück ins Dorf. Der «Bus» fährt weiter. Das war alles.

Nach einem gemütlichen Frühstück geht es raus ins Weltkulturerbe.

Dieses kleine Juwel ist für seine einzigartigen, bemalten Holzhäuser bekannt. Čičmany liegt im Norden der Slowakei und ist ein Dorf mit tiefen Wurzeln in der Geschichte. Es wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und hat seitdem seine traditionelle Architektur und Kultur bewahrt. Das Dorf ist ein lebendiges Museum der reichen slowakischen Volkskultur.

Am auffälligsten sind in Čičmany zweifellos die bemalten Holzhäuser. Diese Gebäude sind mit traditionellen geometrischen Mustern verziert, die sich in weisser Farbe von den dunklen Holzwänden abheben. Diese einzigartige Form hat ihren Ursprung in der Volkskunst und diente ursprünglich als Schutz vor der Witterung. Heute sind sie ein Symbol für die kulturelle Identität des Dorfes und ziehen Touristen aus aller Welt an.

«Man erzählt sich, dass die Männer des Dorfes die Muster an die Wände malten und die Frauen sie dann in Gelb und Rot auf den weissen Stoff der Tracht stickten. Aber mit den alten Müttern verschwanden auch die Trachten mit den traditionellen Ornamenten aus dem Alltag.»

Quelle: Reiseführer Slowakei Michael Müller Verlag

Wir lesen, dass in dem kleinen Dorf 136 Häuser schön bemalt sind, aber nur etwa 122 Einwohner leben. Und das Durchschnittsalter liegt bei 80 Jahren. Interessante Dorfstruktur.

Im Souvenir-Laden kaufen wir nichts, das Heimatmuseum umgehen wir heute mal. Aber die «Penzión Javorina» mit ihrem Restaurant lassen wir uns nicht entgehen. Schliesslich lockt die slowakische Küche. Doch schnell merken wir: Gesund und leicht ist etwas anderes. Und die Vorspeisen würden uns von der Menge her auch reichen. Aber lecker, ja, lecker können sie sein!

leben pur

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Wir reisen in diesen Wochen durch Iran. Möglicherweise werden wir Beiträge nicht oder verspätet schreiben. Wir müssen erst einmal schauen, ob wir genügend Internet oder Empfang haben und ob es für uns passt, aus dem Land zu veröffentlichen. Und ob wir es überhaupt schaffen, all die fantastischen Eindrücke zeitig zu notieren.

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2 Kommentare
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Rachel
Rachel
5 Monate zuvor

Wunderschöner kleiner Ort. 🥰👍💙💚🧡💜

Zufällig entdeckt.
Mit dem Motorrad zurück aus Rumänien über die Slowakei und hohe Tatra.
Gut, dass ich noch rechtzeitig abgebogen bin um diese hübsche Örtchen zu begutachten.

Euch noch eine schöne Reise.

LG

Heike
Heike
4 Monate zuvor
Reply to  Rachel

Echt? Zufällig? Das nenn’ ich mal Glück.
Wir sind echt bis dahin gefahren und wir wollten unserem Navi gar nicht glauben, dass da hinten noch etwas sei…
Liebe Grüsse – Heike

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