Türkei – Botan Vadisi Milli Parkı

Türkei – Botan Vadisi Milli Parkı

Wir parken auf dem Parkplatz des Botan Vadisi Nationalparks. Der Botan ist ein Nebenfluss des Tigris und das Botan-Tal umfasst 120.000 Hektar auf einer Länge von 29 Kilometern. Wir sind also fast wieder am Tigris. Und – das ist das lustige – eine Stunde von unseren Freunden in Batman entfernt.

Morgens haben wir unser Büro schon geöffnet, als plötzlich Bewegung auf dem Parkplatz ist. Der Parkwächter und auch das Militär sind wach. Man schaut uns an, begrüsst uns und wenig später steht die erste Thermoskanne mit Tee, Pappbechern und Zucker in unserem Van. Ich versuche immer wieder zu erwähnen, dass wir eine eigene Küche haben, aber das scheint entweder nicht verstanden oder komplett ignoriert zu werden.

Am Nachmittag klopft es an der Tür. Ein junger Mann in voller Militärmontur steht vor uns, fragt woher, wohin und ob wir schon Tee gehabt hätten? Egal, was wir antworten, wir sollen in sein Häuschen kommen, er und sein Kollege kochen Tee für uns. Ich zeige ihm mit 5 Fingern, dass wir noch 5 Minuten brauchen. Tamam, okay, er wartet auf uns.

Wir krabbeln in einen etwas grösseren als zwei Telefonzellen, aber beheizten Turm, vor dem er und sein Kollege Wache halten. Was genau sie hier bewachen, bleibt unklar. Wir quetschen uns auf die Bank, das hier übliche Selfie wird gemacht (wir verzichten hier auf das Veröffentlichen von Fotos mit Militär), Tee getrunken. Eins, zwei, drei. Ob wir Kekse wollen? Brot? Haben wir schon genug gegessen? Wir zeigen auf unsere kugelrunden Bäuche, bedanken uns und gehen nach einer Stunde wieder in unser Felix-Büro.

8 Uhr abends: Wachablösung. Die neuen Soldaten stehen der Tagschicht in nichts nach: Der Tee ist fertig, rufen sie uns zu. Okay, also wieder raus, zurück in die Hütte. Nein, wir rauchen nicht. Ja, wir haben Kinder. Ja, die Schweiz ist schön. Ja, wir lieben die Türkei. Wir lassen uns nicht aufs politische Glatteis führen, loben das türkische Volk und erwähnen nebenbei, dass wir von Politik keine Ahnung haben und uns mehr für Menschen und Familiengeschichten interessieren. Nach einer Stunde wirklich netter Unterhaltung ziehen wir uns zurück. Morgen müssten wir wieder arbeiten. Das wird akzeptiert.

Der nächste Tag ist ähnlich, diesmal dürfen wir zur Abwechslung im Nationalparkcafé Tee trinken. Ganz alleine. Auch gut, schliesslich wollen wir uns mental ein wenig auf unsere Reise in den Iran vorbereiten. Wir breiten die Landkarte aus, die jungen Männer im Café staunen. «Ist das eine Karte?» Ja, das google-maps «in gedruckt» lache ich (und lass es auf meinem Handy übersetzen).

In der Mittagspause wandern wir ein wenig durch den Nationalpark, den Abend verbringen wir einfach nur zu zweit in unserem Felix. Eine Einladung in den Military Tower bleibt heute aus. Was irgendwie auch gut ist. Ausnahmsweise.

leben pur

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Türkei – Botan Vadisi Milli Parkı

leben pur

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Merci fürs «Mitreisen»

Wir reisen in diesen Wochen durch Iran. Möglicherweise werden wir Beiträge nicht oder verspätet schreiben. Wir müssen erst einmal schauen, ob wir genügend Internet oder Empfang haben und ob es für uns passt, aus dem Land zu veröffentlichen. Und ob wir es überhaupt schaffen, all die fantastischen Eindrücke zeitig zu notieren.

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