Tunesien – Ong Jmal, ein Kamelkopf in der Wüste

Tunesien – Ong Jmal, ein Kamelkopf in der Wüste

Tiefenentspannt und erholt fahren wir weiter gen Westen. Westen bedeutet auch immer algerische Grenze. Und das bedeutet seit Jahren auch irgendwie ein mulmiges Gefühl. 

Das Auswärtige Amt Deutschlands und auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz warnen immer mal wieder vor dieser Grenzregion. 

Was wir in den letzten Jahren unserer Reise jedoch gelernt haben: such dir zusätzliche Informationsquellen als diese Angstmacher-Webseiten. Also recherchieren wir und beschliessen nach Abwägen verschiedener Quellen, die Grenzregion zu bereisen. 

Die Polizei ist allgegenwärtig, aber absolut nicht aufdringlich, man ist wirklich auf das Wohl der wenigen Gäste bedacht und wir fühlen uns wirklich wohl, willkommen und auch sicher. 

So nehmen wir den Weg in Richtung Nefta auf uns, biegen jedoch kurz vor der Stadt ab in die Wüste und erreichen nach endlos langer Schlängelstrasse (hach, wie wir das lieben!) den Chott el-Gharsa (einen weiteren Salzsee, der eigentlich nicht als See sichtbar ist). 

Mos Espa

Einen kleinen Zwischenstopp legen wir beim Mos Espa ein, der wohl besser als Drehort irgendwelcher Star Wars Episoden bekannt ist. Hier ist es für einen kurzen Moment sehr touristisch. Nahezu unangenehm touristisch.  

Bevor wir aussteigen, werden wir schon belagert. Ob wir nicht eine Kamel-Tour machen wollen, hier was kaufen, dort was kaufen. Als wir erstmal nur schauen wollen, werden wir ziemlich unhöflich von ebendiesen Händlern und Kamelhaltern um Geld, Schokolade oder Kleidung angebettelt. «Das könne man wohl erwarten», teilt uns der ziemlich gut deutsch sprechende Guide mit.

Wir versuchen freundlich, aber konsequent zu bleiben und irgendwann lässt man von uns ab. Als wir später dann jedoch einen Tee trinken und ein im Sand gebackenes Brot kaufen wollen, spielen alle Händler Fussball und interessieren sich nicht für uns. Nun gut, dann machen wir es uns «daheim» gemütlich, fahren weiter und finden einen Traumplatz am sogenannten «Kamelkopf», einer Felsformation am vertrocknetem Salz-See. 

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Der Kamelkopf

Was für eine Wahnsinns-Kulisse, was für ein mega Ort zum Freistehen. Die Sonne geht romantisch unter, der Mond scheint knall hell und die Sterne glitzern um die Wette. Ach ja, und die Kälte kriecht unbarmherzig erst in Felix, dann in meine Füsse. Aber gut, dass ich einen Mann habe, dessen Lieblingsaufgabe es ist, meine Füsse zu wärmen.

PS.: Ja, wir haben nun immer mal wieder eine dieser Star Wars Episoden geschaut. Ich mach’ inzwischen einen Haken dahinter, ich hab sie gesehen, gut ist. Michse muss ja auch mal meinungsfrei sein dürfen, oder?

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2 Kommentare
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Rachel
Rachel
15 Tage zuvor

Guten Morgen an euch zwei mutige Felixbewohner! 🌞

Frage:
Was meinen die damit, dass man das schon erwarten kann? 🤔
Was ?

Was ich gehört habe von den Einheimischen auf meinen Reisen:
Alleine die Tatsache, dass du hier sein kannst, mit einem „solchen“ Auto, oder mit dem Flugzeug, bedeutet, dass du stinkreich sein musst.
Unermesslich reich ! 👑
Und wer soooo reich ist, kann jedem Dorfbewohner mindestens 10 US Dollar in die Hand drücken. 😉👍

Ein Einheimischer könnte ein Leben lang arbeiten und versuchen zu sparen, er könnte es sich noch nicht einmal leisten einen Reifen für solch ein Auto zu kaufen. 😔

Ach ja:
Polizisten sind auch Einheimische. 😉

Gebt auf euch acht!
Und auf Felix.

Herzlichen Gruß aus dem jetzt verschneiten Bayern.
Und weiter eine gute Reise. 👍

s’Racheli

Heike
Heike
13 Tage zuvor
Reply to  Rachel

Guten Morgen liebe Rachel

Ja, wie meinen sie das? Ich glaube, sie fragen einfach und vielleicht gibt es auch viele Menschen, die etwas mitbringen. Gastgeschenke andersrum sozusagen. Aber wir sind einfach immer so lange unterwegs, hätten wir Schoggi mitgebracht, hätten wir sie sicher schon längst verteilt. (Oder aufgegessen).

Das mit dem stinkreich kann ich so bestätigen, ja, wir sind unermesslich reich im Vergleich. Aber da können weder wir noch die Einheimischen etwas dafür. Das ist nun mal so.

Dass wir in die Länder reisen, dass wir so viel darüber berichten, dass wir eben nicht 599 € an TUI (statt an die Einheimischen) für 10 Tage AI zahlen, liegt wohl auch daran, dass wir gut budgetieren. Aber das ist wohl kaum etwas, was ich mit dem Kamelhalter diskutieren möchte.
Alles in allem müssen wir sagen, dass wir bisher wirklich sehr zurückhaltend und freundlich behandelt wurden, wenn wir mal die Medina in Hammamet und eben hier das auslassen.

Allerdings: beide genannten Orte werden auch mit Touristenbussen angefahren, da herrscht ein etwas anderes Leben. Verständlich, wenn ich ehrlich bin.

Liebe Grüsse – Heike

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