20. Juni 2021

20. Juni 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 287
Der «Grand Bazaar» ist wohl das Highlight in İstanbul. Nur: der grosse Bazar ist gar nicht alles, die ganze Altstadt ist Bazar.

Wir bummeln durch die Viertel, beobachten die Händler, die Lieferanten (auf Kutschen, mit Schubkarren oder turm-bepackten Rollern oder Motorrädern und einfach die Ware hinter sich her zerrend) und die Kunden. Uns fällt auf, dass das hier eine Männer-Welt ist. Frauen sehen wir wenig, höchstens als Kundinnen oder Touristinnen.

Die Viertel scheinen sich themenmässig aufzuteilen: hier das Lampen-Viertel, dort das Elektrik-Zubehör-Quartier. Unser Sohn bummelt durch die Künstler-Bedarf-Ecke. Wenig später entdecken wir die Stoff- und Schneider-Zubehör-Geschäfte. Nun ist es um uns geschehen. Ich entdecke bei meinem Sohn dieselbe Freude an handwerklichem wie bei mir. Das war mir neu. Er stiefelt mit einer grossen Tüte voller Bänder, Reisverschlüssen und Näh-Schnick-Schnack aus dem Geschäft.

Am Ende überzeugt er mich sogar, ihm meine daheim gebliebene, geliebte Bernina-Nähmaschine als Leihgabe zu überlassen. (Und Gerd hilft ihm dabei. Später erfahre ich, dass sie sich das zuvor zusammen ausgeheckt haben!)

Der Grand Bazaar flimmert. Unsere Herzen hüpfen. Diese alten Gemäuer, die strahlenden Farben, die Düfte und nicht zuletzt das Feilschen, das Plaudern, das Werben um uns als Kunden. Und immer wieder die Einladung zum Tee. «Nein, nur Tee trinken, ihr braucht nichts kaufen!»

Und nein, wir haben in Anbetracht unserer Gepäcksituation weder farbige Lampen, wunderschöne Teegläser, echte Teppiche, glänzenden Goldschmuck oder eine Jahrespackung Gewürze gekauft. Wir haben tatsächlich nur den Moment dort genossen.

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