21. Juni 2021

21. Juni 2021

Grosse Reise 🏍 Tag 290
Die Moscheen von Istanbul. Einige haben wir besucht, etliche fotografiert. Ein paar waren geschlossen, die Blaue Moschee wurde gerade renoviert und war mit Baugerüsten verschleiert.

Die Hagia Sofia (Ayasofya) wurde erst 2020 wieder als Moschee genutzt, Zuvor viele Jahre «nur» als Museum. Wir könnten jetzt über die 33-Meter-Spannweite-Kuppel als grösste jemals gebaute Ziegelkuppe berichten. Oder dass sie zu den berühmtesten, besten und was weiss ich noch gehört.

Sie ist schön, ohne Frage. Wir besuchen sie gerade während der Zeit des Gebetes. Ziehen unsere Schuhe aus, verstauen sie in eines der vielen vielen Schuhfächer. Schleichen auf leisen Sohlen in den grossen Saal hinein.

Statt Tuch oder Schleier reicht dem Ordnungshüter tatsächlich meine Strickjacken-Kapuze (und dabei hätte ich mir so gern auf dem Grand Bazar ein schönes Tuch gekauft!). Erst hier wird mir tatsächlich bewusst, dass wir Frauen auch hinter einer Absperrung bleiben müssen.

Die männlichen Gläubigen gehen in den vorderen Teil des Saales und können ungestört beten, im hinteren Teil dürfen sich alle muslimischen Frauen und auch alle Besucher und Besucherinnen aufhalten. Wir beobachten, bewerten nicht. Dazu kennen wir den Glauben viel zu wenig. Eigentlich gar nicht.

Wir setzen uns auf den weichen Teppich, lauschen den Gebeten, dem Gesang. Wir geniessen die Minuten. Schauen zu, wie die Männer aufstehen, sich vorbeugen, sich hinknien, wieder aufstehen. Wir lassen unseren Blick umherschweifen, bewundern die Kuppel, die faszinierenden ineinandergreifenden Geometrien. Ich bestaune die goldene arabische Kalligrafie.

Und irgendwann ist das Gebet vorbei, plötzlich wuselt es überall. Wir suchen unsere Schuhe und verlassen mit allen anderen die Moschee. Eine wunderschöne Erfahrung. Ein verzaubernder Ort.

#HagiaSofia #Ayasofya #moschee #istanbul

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