Griechenland – Wanderung zum Kap Tenaro

Griechenland – Wanderung zum Kap Tenaro

Endlich sind wir wieder auf Schusters Rappen unterwegs. «20 Minuten soll es dauern.» Gerd schaut schon skeptisch, will mir nicht so recht glauben. Also wirklich, nicht selbst recherchieren, sondern es gleich besser wissen!

Wir fahren bis zum letzten befahrbaren Zipfel der Mani, parken dort auf einem verwilderten Parkplatz, werden kurz von aggressiven Gänsen angegriffen und machen uns schnell auf den Weg. Sobald die Sonne scheint, ist es heiss. Schieben sich Wolken vor die Sonne, fegt ein eisiger Wind über die Mani. So wandern wir unter ständigem An- und Ausziehen unserer Jacken, Schals und Mützen.

Kap Tenaro, auch Kap Matapan genannt, ist die Südspitze der griechischen Halbinsel Mani auf dem Peloponnes. Dieser abgelegene Ort soll der südlichste Punkt des europäischen Festlandes sein. Das Gleiche behaupten die Einwohner von Tarifa in Südspanien von ihrem Fleckchen Erde. Eigentlich egal, aber da wir nun in Griechenland sind, gewinnt für uns heute die Mani.

Die Wanderung zum Leuchtturm am Kap Tenaro dauert immerhin eine Stunde (warum hat er eigentlich immer recht?) und führt durch steiniges Gelände. Wir passieren eine felsige Bucht, Ruinen aus hellenistischer Zeit und eine verlassene Kirche, die einst das Totenorakel des Gottes Poseidon beherbergte. Ist dieser Poseidon auch für den Wind zuständig? Wenn ja, dann ist er heute sehr aktiv.

Der Leuchtturm von Capo Tenaro wurde 1883 erbaut und 2008 renoviert. In der Nähe befindet sich das Calypso-Tief, der tiefste Punkt des Mittelmeers, und die Region ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel auf ihrem Weg von und nach Afrika. Das Calypsotief ist spannend, aber für uns nicht sichtbar. Und die Zugvögel sind auch nicht hier, sitzen sie noch in Tunesien und warten auf besseres Wetter in Mitteleuropa?

Das Gebiet um das Kap war in der Antike von grosser Bedeutung, insbesondere für die Spartaner (Spartakusse?), die hier mehrere Tempel errichteten. In der griechischen Mythologie gilt eine nahegelegene Höhle als Eingang zum Hades, der Unterwelt. Der Poseidontempel über dieser Höhle wurde in byzantinischer Zeit in eine christliche Kirche umgewandelt. Aber das lesen wir nur, wir besuchen weder die Höhle noch finden wir den Tempel.

Unsere Wanderung endet dann viel später als geplant («Ich hab es ja gewusst!») wieder an unserem Felixos. Aber wir kommen sowieso nicht weg, quer über den Parkplatz steht ein Reisebus. Schon auf der Hinfahrt hatte ich Zweifel, ob wir mit unserem Van durch die engen Gassen kommen. Beim Anblick des grossen Busses muss ich über meine Sorgen lachen. Wenn der hierherkommt, schaffen wir es mit unserem schlanken Exemplar erst recht.

Also warten wir, ich binde noch die Blumen zu einem hübschen Sträusschen, die ich auf der Wanderung gepflückt habe, und irgendwann schaffen auch wir es von diesem Parkplatz durch die engen Gassen der Südspitze der Mani.

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