Schweiz – Wetter-Wunschkonzert im Sunnestübli Wallis

Schweiz – Wetter-Wunschkonzert im Sunnestübli Wallis

Der Morgen beginnt, wie der Abend endete: mit dicken Nebelschwaden. Sicht ins Wallis? Fehlanzeige. Ein Blick auf unsere Wetterapp zeigt einen winzigen Hauch von Sonne im Wallis. Man nimmt, was man kriegen kann, und die Sache mit der Hoffnung wäre ja auch noch zu beweisen.

Also rollen wir aus der Suppe auf dem Pass hinunter ins Wallis. Die Wolken umspielen mystisch die Tannen und je tiefer wir kommen, desto weniger sichtlos sind wir. Irgendwann denken wir parallel: Der Nieselregen könnte aufhören und die Hängebrücke (Hängebrigga) würden wir uns gerne anschauen. Kaum zu Ende gedacht, reisst der Himmel auf, der Parkplatz kommt näher und wir spazieren bei strahlendem Sonnenschein über die Hängebrücke. Wenn das keine gute Planung ist.

Nach einer gemütlichen Runde (und einem Espresso, was sonst?) im Bergdorf Ernen sitzen wir glücklich und sonnenbeschienen in unserem Felix. Ach ja, die Heizung könnten wir ja mal ausschalten, auch ohne Heizung verwandelt sich unser fahrendes Häuschen gerade wieder in eine Sauna.

Aber wohin? Weiter Richtung Riederalp und Aletschgletscher? Da gibt es gleich zwei Probleme: Die liebe Freundin fährt nicht so gerne an Orte, die sie schon kennt (was übrigens langsam schwierig wird) und die Webcam zeigt dicke Nebelschwaden hoch oben in den Bergen. Wohin also? Nach Martigny und weiter nach Gruyères? Oder doch lieber langsam hinauf ins Lötschental und später mit dem Autoverlad einmal durch die Berge heim?

Bei süssen Walliser Aprikosen fällt die Entscheidung: Lötschental. Am Ende des Tals breitet sich eine Traumkulisse vor uns aus: Die Fafleralp und der Langgletscher präsentieren sich im schönsten Sonnenschein und umrahmt von sattem Grün. Schnell ist klar: Hier wandern wir. Wäre da nicht dieses kleine Café, das mit Nussgipfel und Aprikosenkuchen lockt. «Erst wandern, dann schlemmen», sage ich und muss mich über mich selbst wundern.

So wandern wir entlang des Flüsschens, das – ich musste es natürlich testen – eisebitterkalt ist. Klar, er wird ja auch von zwei Gletschern gespeist. Und die sind bekanntlich (noch) aus Eis. Wir pausieren an einem Bergsee, der romantischer nicht sein könnte. Etwas übermütig werfe ich mir die Klamotten vom Leib und will im See baden. Doch ich komme nicht einmal bis zum Bauch, der See ist einfach um den (gefühlten) Gefrierpunkt. Aus reiner Vorsicht, hier nicht gleich an Herzversagen zu sterben, ziehe ich mich rechtzeitig bevor die nächsten Wanderer um die Ecke kommen wieder an und wir setzen unsere kleine Wanderung fort. Und wir haben ein Ziel: Aprikosenkuchen und Nussgipfel.

Wenn das kein schöner Abschluss für ein viel zu kurzes, aber schönes Mädelswochenende ist, denke ich mir. So richtig wollen wir beide nicht gehen, aber da der Montag seine Arme nach uns ausstreckt und wir beide pflichtbewusst sind, sitzen wir irgendwann glücklich in unserem Expeditionsmobil und steuern der nächsten Herausforderung entgegen: dem Autoverlad Goppenstein – Kandersteg.

Hier durften wir zunächst nicht auf den Zug, unser Felix hatte Fieber. Über 250 Grad heiss und der freundliche Herr kam mit seinem Fieberthermometer und überprüfte die Bremsen. «Damit kommen sie nicht auf unseren Zug und in den Tunnel! Wir warten lieber eine halbe Stunde, bis sich das abgekühlt hat.» Hm, das hatte ich noch nie, aber jetzt weiss ich, dass man bei Passabfahrten einfach nicht bremsen darf. Allerdings weiss ich auch nicht, wie ich sonst ohne Bremse heil bergab kommen soll. Ich frage mal heut Abend Gerd, ob ich bei einer Automatik irgendwie herunterschalten kann.

Irgendwann hatte unser Felix kein Fieber mehr, wir nehmen also den nächsten Zug und machten es uns in den 20 Minuten im Tunnel bei einem kleinen Grodino und einer Diashow gemütlich.

Kaum sind wir aus dem Tunnel heraus, empfängt uns der angenehme Regen des Berner Oberlandes. Wir schauen uns an und der Regen macht uns hier am Abend überhaupt nichts aus, schliesslich hatten wir zwei wunderschöne, teilweise sonnige – und das Wichtigste – gemeinsame Tage! Was für eine Freude!

leben pur

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