Tunesien – Chebika, die letzte Bergoase, bevor wir in die Berge fahren

Tunesien – Chebika, die letzte Bergoase, bevor wir in die Berge fahren

Wir wollen im westlichen Tunesien hoch in den Norden, es gibt unfassbar schöne Ziele, die uns locken. Und wieder einmal stellen wir fest, wie viel Tunesien zu bieten hat. Unser «Pauschalurlaub»-Vorurteil stand wirklich auf wackeligen Beinen.

Nun also Chebika. Chebika gehört zu den 3 bekannten Bergoasen hier: Tamerza, Midès und eben nun die letzte der drei Schönheiten. 

Auf dem Weg hierhin nehmen wir ein paar Anhalter mit, so wird selbst die Fahrt lustig und unterhaltsam. «Wohin wollt ihr?» Egal, nehmt uns einfach ein Stück mit, dann schauen wir weiter. Genial, genau unser Stil!

Von Chebika selbst wussten sie gar nichts, also hab ich etwas davon vorgelesen und wir haben sie gleich – Schullehrerhaft – am Ort des kulturellen Verlangens abgeladen. 

Die Hauptattraktion ist der malerische Brunnen am Fusse des alten Berberdorfes mit einem kleinen Palmenhain und einem Wasserfall. Er versorgt eine kleine Anzahl unterirdischer Bäche und ein Netz von unterirdischen Kanälen. Dank derer an einem völlig trockenen Ort Obstbäume angebaut werden. Diese Oase verdankt ihren Wohlstand ebendiesem ausgeklügelten Bewässerungssystem. 

Im Reiseführer las ich, mal solle sich von den selbsternannten Guides fernhalten.

Gesagt. Getan. Verlaufen.

Statt mal besser den Leuten vor Ort zu glauben, liefen wir erstmal in die falsche Richtung, gelangten im Obst-Baum-Wald an einen Mann, welcher uns fragte, was wir denn hier wollen. Etwas wirsch wollten wir ihn abwimmeln, er jedoch, megafreundlich, «Ich bin hier nur ein Bauer, ich bin kein Guide! Und ich glaube, ihr müsst da hinüber, wenn ihr die Oase sehen wollt!» 

Um Himmels willen, jetzt sind wir aber sowas von tief mit Anlauf ins Fettnäpfchen gesprungen! Es bleibt uns noch kurz Zeit, «Merci!» zu rufen und schon zockelt er mit seinem Karren los.

Irgendwann finden wir sie dann auch, die Oase, den Brunnen, die Palmen und die vielen Bewässerungskanäle. Einfach wunderschön. Wir verweilen ein bisschen, weichen den anderen Touristen, die hier mit Minibussen hergefahren werden, aus und nehmen uns genügend Zeit zum Berg-auf-Berg-Ab-Wandern. 

Hoch oben zwängen wir uns durch einen Felsspalt und kommen «nach Feierabend» im Dorf an. Die Guides schauen Musikvideos im TV, man lässt uns in Ruhe. 

Die spätnachmittägliche Sonne leuchtet schon im bekannten Sahara-Sand-Orange ziemlich schräg, wir krabbeln in unseren Felix und machen uns nun endlich auf in die Berge. Der Norden ruft!

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