03. Oktober 2019

03. Oktober 2019

In Luxemburg ist es wie bei uns in der Schweiz – ein Sprachen-Mix. Man spricht luxemburgisch, was sich flämisch anhört. Ich verstehe hin und wieder ein Wort. Zusammenhänge erschliessen sich mir nicht. Dann spricht man viel französisch. Na gute Nacht Marie – ich verstehe nix. Und dann auch deutsch. Gut, dass meine Workshopteilnehmer alle deutsch können. In Cafés und im öffentlichen Bereich scheint deutsch wohl nicht vorhanden (oder ignoriert) zu sein.
Das Gute an meiner derzeitigen Arbeit ist, dass ich in der lokalen Tageszeitung arbeite und an alle Informationen komme, die ich brauche. So erfahre ich viel über Autobahn- und Tunnelbau (und deren 30jähriger Bauzeit – BER lässt grüssen), über Grenzgänger, über die Menschen, die lieber in staatlichen Einrichtungen arbeiten statt in privatwirtschaftlichen und ich höre zu, wenn sie über den Norden, den Süden, den Osten und den Westen eines Landes berichten, welches zu den kleinsten Ländern der Welt gehört.
Wir lachen mit den Kollegen, wenn sie von ihren Bergen, äh, Hügeln und vom Basislager erzählen vor dem Erklimmen des Hügels «Kneiff», welcher mit 560m über Null der höchste Berg, oder die höchste Erhebung ist. Dabei ist d’Stadt, wie Luxemburg Stadt liebevoll abgekürzt wird, auch schon 200-400 Meter über Meeresspiegel. Und dennoch behaupten sie, dass es ein sehr bergiges Land hier sei. Ich denke, ich muss ihnen morgen mal Bilder zeigen von den Bergen vor meiner Haustür 🇨🇭. Hier in Esch sur Alzette ist es einmal mehr ruhiger. Die Rue de l’Alzette scheint auf einem Fluss zu liegen (GoogleMaps sagt das) – zu sehen ist davon nichts. Die Einkaufsstrasse ist aus einem Setzkasten für Shopping-Mails hergestellt: H&M, C&A und NanuNana. Den Rest kann man sich vorstellen. Es gibt einen Bäcker und ein chinesisches Restaurant. Auf der Suche nach etwas Charme finde ich einen kleinen Park, an welchem der Künstler den Gärtner auffordert, sich beim schneiden der Hecken an den Kunstobjekten zu orientieren. Ob das gelingt? Bedingt.
Gut, dass mein Airbnb direkt über einem Dönerstand mit genau einem vegetarischen Gericht liegt. So muss ich nicht lange überlegen.
Luxemburg, ich gebe dir irgendwann noch einmal eine Chance.

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Wo? Hier: Esch-sur-Alzette

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In Luxemburg ist es wie bei uns in der Schweiz – ein Sprachen-Mix. Man spricht luxemburgisch, was sich flämisch anhört. Ich verstehe hin und wieder ein Wort. Zusammenhänge erschliessen sich mir nicht. Dann spricht man viel französisch. Na gute Nacht Marie – ich verstehe nix. Und dann auch deutsch. Gut, dass meine Workshopteilnehmer alle deutsch können. In Cafés und im öffentlichen Bereich scheint deutsch wohl nicht vorhanden (oder ignoriert) zu sein. Das Gute an meiner derzeitigen Arbeit ist, dass ich in der lokalen Tageszeitung arbeite und an alle Informationen komme, die ich brauche. So erfahre ich viel über Autobahn- und Tunnelbau (und deren 30jähriger Bauzeit – BER lässt grüssen), über Grenzgänger, über die Menschen, die lieber in staatlichen Einrichtungen arbeiten statt in privatwirtschaftlichen und ich höre zu, wenn sie über den Norden, den Süden, den Osten und den Westen eines Landes berichten, welches zu den kleinsten Ländern der Welt gehört. Wir lachen mit den Kollegen, wenn sie von ihren Bergen, äh, Hügeln und vom Basislager erzählen vor dem Erklimmen des Hügels «Kneiff», welcher mit 560m über Null der höchste Berg, oder die höchste Erhebung ist. Dabei ist d’Stadt, wie Luxemburg Stadt liebevoll abgekürzt wird, auch schon 200-400 Meter über Meeresspiegel. Und dennoch behaupten sie, dass es ein sehr bergiges Land hier sei. Ich denke, ich muss ihnen morgen mal Bilder zeigen von den Bergen vor meiner Haustür 🇨🇭. Hier in Esch sur Alzette ist es einmal mehr ruhiger. Die Rue de l’Alzette scheint auf einem Fluss zu liegen (GoogleMaps sagt das) – zu sehen ist davon nichts. Die Einkaufsstrasse ist aus einem Setzkasten für Shopping-Mails hergestellt: H&M, C&A und NanuNana. Den Rest kann man sich vorstellen. Es gibt einen Bäcker und ein chinesisches Restaurant. Auf der Suche nach etwas Charme finde ich einen kleinen Park, an welchem der Künstler den Gärtner auffordert, sich beim schneiden der Hecken an den Kunstobjekten zu orientieren. Ob das gelingt? Bedingt. Gut, dass mein Airbnb direkt über einem Dönerstand mit genau einem vegetarischen Gericht liegt. So muss ich nicht lange überlegen. Luxemburg, ich gebe dir irgendwann noch einmal eine Chance.

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